Frauengesundheit als Forschungsschwerpunkt
Frauengesundheit als Forschungsschwerpunkt
Veröffentlicht am 20. September 2026
Frauen werden in der Medizin noch immer nicht überall gleich gut versorgt, weil Forschung und Behandlung lange vor allem am männlichen Körper ausgerichtet waren. Das möchte die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär ändern: Ihr Ministerium fördert Frauengesundheit und geschlechtersensible Medizin als Schwerpunkt. Vorgestellt wurde die Initiative im Januar 2026 zum Auftakt des Wissenschaftsjahres „Medizin der Zukunft“.
Dafür stehen jährlich rund 18 Millionen Euro bereit, über fünf Jahre etwa 90 Millionen Euro. Im Mittelpunkt stehen frauenspezifische Erkrankungen wie Endometriose, die im Durchschnitt erst nach über sieben Jahren diagnostiziert wird, sowie die Wechseljahre und neue Behandlungsmöglichkeiten bei Beschwerden in der Menopause. Gefördert werden außerdem neue, auch nicht-hormonelle Verhütungsmethoden und Zyklus-Apps. Zudem sollen Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei häufigen Erkrankungen besser erforscht werden. Mehr Frauen sollen in medizinische Führungspositionen kommen.
Für meine Arbeit ist das ein wichtiges Signal: Frauengesundheit bekommt mehr Aufmerksamkeit, und über Zyklus, Endometriose und Wechseljahre wird offener gesprochen. Genau dafür steht auch meine Praxis.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Apotheken Umschau: Frauengesundheit im Fokus des Bundesforschungsministeriums

Perimenopause: Wenn sich der Körper neu sortiert
Perimenopause:
Wenn sich der Körper neu sortiert
Veröffentlicht am 20. September 2026
Die Wechseljahre beginnen nicht erst mit der letzten Periode. Schon ab Mitte 40, bei manchen Frauen noch früher, kündigt sich der Übergang an: Die Eierstöcke arbeiten allmählich weniger gleichmäßig, und die Hormone Progesteron und Östrogen schwanken. Diese Phase heißt Perimenopause. Sie kann mehrere Jahre dauern und wird von vielen Frauen zunächst gar nicht mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht.
Typische Anzeichen sind ein unregelmäßiger Zyklus, stärkere oder schwächere Blutungen, Schlafstörungen, Hitzewallungen und Nachtschweiß, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit oder Konzentrationsprobleme. Nicht jede Frau erlebt alles, und jede erlebt es anders. Dass sich der Körper „verrückt“ anfühlt, ist in dieser Phase nicht ungewöhnlich, sondern Ausdruck der hormonellen Umstellung.
Wenn Sie solche Veränderungen an sich bemerken, helfen Wissen und eine gute Begleitung. In meiner Praxis nehme ich mir Zeit, gemeinsam mit Ihnen zu schauen, was Ihr Körper gerade braucht. Bei starken Blutungen oder unklaren Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung wichtig.

FRAUEN100 – Netzwerk für Gleichberechtigung und Frauengesundheit
FRAUEN100 – Netzwerk für Gleichberechtigung und Frauengesundheit
Veröffentlicht am 20. September 2026
Frauen sind in Deutschland noch immer nicht in allen Lebensbereichen gleichgestellt, das gilt auch für die Gesundheit. Hier setzt FRAUEN100 an, eine Plattform für Gleichberechtigung und Female Empowerment, die über 1.000 Entscheidungsträgerinnen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur miteinander verbindet. Gegründet wurde sie von Janina Hell und Felicitas Karrer mit dem Ziel, Solidarität unter Frauen sichtbarer, verbindlicher und wirksamer zu machen, auch über Parteigrenzen hinweg.
FRAUEN100 setzt sich mit Kampagnen und Veranstaltungen für Themen wie Gleichstellung, den Schutz vor Gewalt und den sogenannten Gender Health Gap ein. Gemeint ist, dass Frauen in der Medizin oft schlechter versorgt werden, weil Forschung und Diagnostik lange vor allem am männlichen Körper ausgerichtet waren. Dazu gehören zum Beispiel Kampagnen zur HPV-Aufklärung und Informationen zur reproduktiven Gesundheit.
Auch in meiner Praxis steht die Gesundheit von Frauen im Mittelpunkt. Wenn Sie mehr über FRAUEN100 erfahren möchten, finden Sie Informationen, Podcast und Veranstaltungen auf der Homepage:
https://www.frauen100.com

Ingwer - Arzneipflanze des Jahres 2026
Arzneipflanze des Jahres 2026INGWER - Zingiber officinale
Veröffentlicht am 19. September 2026

Foto: Mk2010, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
In diesem Jahr wurde der Ingwer vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde gemeinsam mit der Gesellschaft für Phytotherapie zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Anlass ist unter anderem die Neubewertung durch den Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur, die 2025 neue Anwendungsgebiete aufgenommen hat: vorübergehende Appetitlosigkeit, leichte Gelenkschmerzen und Erkältungssymptome.
Der Ingwer wird bereits seit der Antike bei Beschwerden von Magen, Darm und Atemwegen angewendet. Seine Wirkung beruht vor allem auf ätherischen Ölen und den Schärfestoffen Gingerol, Shogaol und Zingeron. Anerkannt ist er zur Vorbeugung gegen Übelkeit und Erbrechen bei Reisekrankheit sowie zur Linderung leichter krampfartiger Magen-Darm-Beschwerden mit Blähungen.
Auch für die Frauengesundheit ist der Ingwer eine spannende Pflanze. Mehrere kleinere Studien deuten darauf hin, dass Ingwerpulver, in den ersten Tagen der Periode eingenommen, Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) lindern kann. Eine Auswertung dieser Studien zeigte im Vergleich zu Placebo eine spürbare Schmerzreduktion, allerdings waren die Studien klein, sodass weitere Forschung nötig ist. Auch bei Übelkeit in der Schwangerschaft wird Ingwer viel genutzt; Untersuchungen zeigen hier eine Linderung der Beschwerden. Gerade in der Schwangerschaft sollte die Anwendung aber immer mit der Ärztin, der Hebamme oder der Therapeutin besprochen werden.
Heilpflanze des Jahres 2026 NACHTKERZE - Oenothera biennis
Heilpflanze des Jahres 2026NACHTKERZE - Oenothera biennis
Veröffentlicht am 19. September 2026

In diesem Jahr wurde vom NHV Theophrastus, dem Verein zur Förderung naturgemäßer Heilweisen in München, die Nachtkerze zur Heilpflanze des Jahres gekürt.
Die Zweijährige Nachtkerze stammt ursprünglich aus Nordamerika und wächst heute bei uns an Wegrändern, Bahndämmen und auf Brachflächen. Ihren Namen verdankt sie ihren leuchtend gelben Blüten, die sich erst am späten Nachmittag und Abend öffnen. Das Öl aus den Samen enthält wertvolle Gamma-Linolensäure und wird traditionell zur Hautpflege sowie in der Naturheilkunde bei Frauenthemen wie prämenstruellen Beschwerden und in den Wechseljahren eingesetzt.
